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Epikur Journal 02/2013: Editorial

22.11.2013  

Liebe Leserinnen und Leser!

Übers Essen wurde und wird viel geschrieben. In der EPIKUR-Herbstausgabe 2013 wird dieses Thema nun aufgegriffen.

Dabei existiert heutzutage eine Fülle an unterschiedlichen Textgattungen und -sorten, die sich mit der Ernährung beschäftigt: Kochbücher, Ratgeber, Restaurant- und Wirtshauskritiken, Bücher und Texte über die politischen, ethischen oder sozialen Aspekte u.v.m. Aber auch in der Literatur können immer wieder Bezüge zu Essen und Trinken beziehungsweise Tafelszenen festgestellt werden. Diese werden in der Germanistik seit geraumer Zeit - nicht nur für die mittelalterlichen Ritterromane -herausgearbeitet und analysiert. Neben den gedruckten Werken spielen mittlerweile online publizierte Medien, wie zum Beispiel Food Blogs, Rezeptbörsen, Foren und Plattformen, eine immer wichtiger werdenden Rolle. Hier werden die Inhalte unterschiedlich aufbereitet und neue Leserschaften angesprochen.

Analog zu dieser Vielfalt widmen sich die Artikel der vorliegenden Ausgabe verschiedensten Genres und Themen.

Elisa Eckenstaler widmet sich in ihrem Beitrag den Anfängen der „Gastropoethik", die sie im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert festmacht.

Gerhild Rudolf analysiert die Kinderbücher von Karin Gündisch hinsichtlich der Zusammenhänge von Migration, Ernährung und Identität und zeigt, dass wir durch bestimmte Essgewohnheit geprägt sind.

Die Verbindung von Liebe und Essen in der Literatur streicht Tanja Rudtke hervor, wobei sie unter anderem Beispiele von Gottfried Keller, Erich Kästner und Günter Grass heranzieht.

Auch Katharina Zeppezauer-Wachauer schreibt vom Schreiben über das Essen. Ausgehend von der Belletristik bietet sie eine ganz persönliche Zusammenschau literarischer Rezepte.

Die Überleitung von den gedruckten Werken zu den online Medien markiert der Beitrag von Denise Thiery, in dem die Verbindung zwischen kulinarischem Journalismus und den Food Blogs und etwaige gegenseitige Beeinflussungen untersucht werden.

Benjamin Missbach widmet sich den Food Blogs und virtuellen sozialen Netzwerken und erklärt, was unter dem Phänomen „Foodporn" zu verstehen ist.

Abschließend liefert Sebastian Knöpker einen Einblick in die hedonistische Philosophie. Der Genuss am Genießenkönnen steht dabei im Fokus seiner Ausführungen.

Zusätzlich finden Sie in unserem Glossenbereich noch drei unterhaltsame Beschreibungen von Situationen aus dem täglichen Leben. Ebenso ist auch unser Rezensionsteil wieder mit spannender Lektüre gespickt.

 

Das Redaktionsteam wünscht viel Spaß beim Lesen!

Foto: Manfred Walker  / pixelio.de